Was macht ein Heilpraktiker?

All diejenigen, die Interesse an medizinischen Themen und zugleich ein Faible für Naturheilverfahren haben, kommen zuweilen mit dem Beruf des Heilpraktikers in Berührung. Unabhängig davon, ob man als Patient die Dienste eines Heilpraktikers in Anspruch nehmen möchte oder selbst diesen Beruf ergreifen möchte, indem man beispielsweise ein Heilpraktiker-Fernstudium absolviert, stellt sich die Frage, was Heilpraktiker machen und was sie dürfen. Bezüglich der Befugnisse gibt ein Blick ins Gesetz Aufschluss über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Heilpraktikertätigkeit.

Ungleich schwieriger kann es sein, zu erörtern, was ein Heilpraktiker konkret macht. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass dieser die Heilkunde ausübt und psychische und physische Leiden therapieren kann. Wie dies vonstattengeht, hängt im Wesentlichen von den Schwerpunkten des Heilpraktikers ab. Im Rahmen der Heilpraktikerprüfung werden zwar keine Kenntnisse einzelner Naturheilverfahren abgefragt, doch im Rahmen der späteren Berufstätigkeit muss man als Heilpraktiker/in entsprechende Methoden kennen, um Therapien durchführen zu können.

Für Heilpraktiker besteht grundsätzlich eine Therapiefreiheit, die es ihnen freistellt, welche Verfahren und Methoden sie anbieten. Dass sie diese beherrschen müssen und zudem keine gesundheitliche Gefahr für den Patienten aus der Behandlung resultieren darf, liegt mehr oder weniger auf der Hand.

Die therapeutische Arbeit eines Heilpraktikers

Unabhängig von den angebotenen Naturheilverfahren führen Heilpraktiker zunächst eine ausführliche Anamnese durch. Während der Erstuntersuchung werden Beschwerden besprochen, Vorerkrankungen erfragt und der Allgemeinzustand untersucht. Basierend auf dieser Anamnese erfolgt dann die Diagnostik, die die weitere Vorgehensweise vorgibt.

Je nach Spezialisierung verfolgen Heilpraktiker/innen zum Teil recht unterschiedliche Ansätze, so dass es keine pauschale Antwort auf die Frage geben kann, was ein Heilpraktiker macht. Die therapeutische Arbeit kann beispielsweise in den folgenden Bereichen angesiedelt sein:

  • Atemtherapie
  • Entspannungstherapie
  • Homöopathie
  • Akupunktur
  • Ernährungstherapie
  • Bewegungstherapie
  • Phytotherapie
  • Kinesiologie
  • Chiropraktik
  • Blutegeltherapie
  • Ausleitende Verfahren
  • Bioresonanz

Nicht selten bieten Heilpraktiker in ihrer Praxis mehrere Naturheilverfahren an und greifen so in ihrer Tätigkeit auf unterschiedliche Therapiemethoden zurück. Dies kommt dem besonderen Ansatz der Alternativmedizin zumeist sehr zugute und ermöglicht eine ganzheitliche Behandlung. Individuelle Behandlungskonzepte sind in der Naturheilpraxis üblich und sorgen für stark variierende Tätigkeitsfelder. Dank der Therapiefreiheit kann ein Heilpraktiker zu einem großen Teil selbst bestimmen, was er macht.